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Praktische Tipps zum Umgang mit Erkältungen und Grippe

 
"Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt,
  muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern."
(Pfarrer Kneipp)
 
Erkältung und Grippe sind die häufigsten Erkrankungen der Menschen.
Durchschnittlich erkrankt ein deutscher Bürger 2 Mal im Jahr an einer Erkältung. Einige sind sogar mehrmals betroffen, 5-6 Mal im Jahr, andere bleiben jahrelang verschont. Je stärker unser Körperabwehrsystem ist, desto seltener erkrankt man an Erkältung und Grippe. Auslöser einer Erkältung oder einer Grippe sind Influenzaviren, davon gibt es mehrere hundert verschiedene Arten.
Viren sind kleinste Lebewesen, viel kleiner als Bakterien. Für das Überleben benötigen sie eine Wirtszelle, so können sie sich vermehren. Bei Erkältungen sind die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen und die Atemorgane betroffen.
Um sich gegen den viralen Angriff zu wehren, produziert der Körper passende Antikörper, mit dem Ziel, das Virus zu markieren und zu blockieren. Diese werden dann von den sogenannten Killerzellen erkannt und vernichtet. Der Abwehrprozess unseres Körpers dauert jedoch einige Zeit (ungefähr ein bis maximal zwei Wochen). Sobald ausreichend Antikörper gebildet wurden, ist der menschliche Organismus gegen eine erneute Infektion der gleichen Viren immun. Leider aber nicht gegen abweichende Erkältungsvirenarten.
Daher ist es möglich, dass wir gerade eine Erkältung überwunden haben und kurze Zeit später erkranken wir erneut.

Warum entsteht Erkältung und Grippe gerade in der kalten Herbst- und Winterzeit?
Die Erkältungs- und Grippeviren werden von Mensch zu Mensch durch kleine Tröpfchen übertragen, dies geschieht u. a. dadurch, dass diese durch Husten und Niesen in der Umgebung ausgebreitet werden. Die Viren sind nämlich in der Luft und auch an Gegenständen haftend in der Lage, bis zu drei Stunden zu überleben. Da sich die Menschen in der kalten Jahreszeit oft in warmen Räumen aufhalten, ist enger Kontakt unvermeidbar. Die Viren werden somit von Mensch zu Mensch über die ausgeatmete Luft, Händeschütteln, Küssen oder durch den Kontakt mit Viren behafteten Gegenständen übertragen.
Des Weiteren wird durch die Kälte das menschliche Schleimhautsystem der oberen Atemwege geschwächt, so dass eine Verbreitung begünstigt wird.
Schon die alten Chinesen haben diese Krankheiten als „Wind-Kälte“ definiert. Die Lungen, das Lungen-Qi werden angegriffen und infolge eines Lungen-Qi-Mangels (Energiemangels) werden die Atemwege und die Haut nicht ausreichend mit Abwehrkräften (Wie-Qi) versorgt.

Was unterscheidet die Erkältung von der Grippe?
Im Alltag verwechseln die Menschen häufig die Symptome einer Erkältung mit einem grippalen Infekt. Eine Grippe, die durch Influenzaviren verursacht wird, ist eine schwere Krankheit, die mit starker Abgeschlagenheit einhergeht. Sie verursacht eine bis zu zwei bis drei Wochen lang anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung. Grippe entsteht plötzlich. Wobei der Erkrankte sehr genau bestimmen kann, wann die Krankheit begonnen hat. Es kommt zu einer raschen Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Der Patient ist schwer angeschlagen, extrem erschöpft, sodass er keine Kraft hat, aus dem Bett zu kommen. Es entsteht hohes Fieber bis zu 41° C, Frösteln mit Schüttelfrost, dann wieder starke Schweißausbrüche. Zusätzlich bestehen starke Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen sowie stark bohrende Kopfschmerzen. Der Husten ist trocken, oft schwer und schmerzhaft. Die Grippe geht einher mit starken Halsschmerzen, gefolgt von Schluckbeschwerden, eher selten mit Schnupfen.
Bei einer Erkältung ist das Krankheitsbild deutlich milder. Es kommt zu einer langsamen Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Dies zieht sich über mehrere Tage mit geringer Abgeschlagenheit, sodass der Erkrankte oft noch arbeitsfähig ist. Im Unterschied zur Grippe, denn da kann der Patient sein Zuhause nicht verlassen. Fieber ist eher selten, es kommt höchstens zu einer Temperaturerhöhung bis circa 38° C. Die Muskelschmerzen sind leicht ausgeprägt, es besteht ein geringer Hustenreiz und häufig auch Halskratzen. Niesen, eine verstopfte und/oder laufende Nase sind viel ausgeprägter als bei einer Grippeerkrankung.
 
Welche Maßnahmen sollen vorgenommen werden, um eine mögliche Grippe oder eine Erkältung zu vermeiden?
• Vermeidung von Kontakt mit bereits erkrankten Personengruppen
Vermeidung menschlicher Ansammlungen in geschlossenen Räumen, dies gilt vor allem in Zeiten der Grippeepidemie
Häufig und regelmäßiges Händewaschen
Einmal-Taschentücher verwenden und diese sofort wegwerfen
Vermeidung von kalten Füßen, kalten Händen. Der Kopf sollte durch Tragen von Mütze und Schal geschützt werden
Immer ausreichend warm anziehen
 
Stärkung der Abwehrkräfte:
Durch mäßigen Ausdauersport (auf Wetter angepasste Kleidung achten)
Gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse
Saunabesuche, Wechselduschen, Einnahme von Multivitaminprodukten
Vermeidung von Zugluft und Wind
Nasenspülen und Befeuchtung der Nase
Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen z. B. durch Luft-Befeuchter
Schlafen bei einer Zimmertemperatur von 18° C bis 20° C
  (im Winter nicht neben dem offenen Fenster schlafen)
Wechselbäder
ausreichend Schlaf
Stress vermeiden
Bei gefährdeten Personengruppen, wie beispielsweise ältere Menschen oder bei chronisch Kranken ist gegen das
  Grippevirus  (Influenzavirus) eine Impfung empfehlenswert. Bei chronischer Infektanfälligkeit ist neben den oben
  genannten Maßnahmen eine Stärkung der Abwehrkräfte empfehlenswert. Dies gilt insbesondere für die dunkle
  Jahreszeit, wenn unser Obst und Gemüse weniger Vitamine beinhaltet
bis April zusätzlich zur gesunden Ernährung auch Multivitaminprodukte mit Spurenelementen wie Zink und Selen
  einnehmen
Die Entfernung von Amalgam-Zahnfüllungen mit Ausleitung der Schwermetalle vornehmen lassen, die Zahnherde
  sanieren
Darmsanierung
Bevorzugen Sie in der kalten Jahreszeit Rezepte aus der chinesischen Diätetik mit dem Ziel, das Lungen-Qi zu stärken
 

Therapieempfehlungen bei Grippe
 
Bei bestehender Grippe sollte man innerhalb der ersten 48 Stunden sofort ein antivirales Mittel einnehmen, dies ist
  verschreibungspflichtig und wird vom Hausarzt verordnet.
Der Patient sollte unbedingt im Bett ruhen und sich schonen, da Gefahr von Lungen- bzw. Mittelohrentzündung bestehen
  könnte. Möglichst im separaten Zimmer alleine schlafen. Eigene Handtücher benutzen, zum Essen eigenes Besteck,
  Trinkglas usw. verwenden. Die gesamte Wohnung sollte häufig gelüftet werden, sodass auf diese Weise die
  Virus-Konzentration in der Luft reduziert wird. Im Kontakt mit Erkrankten bitte Mundschutzmaske tragen und
  nach der Betreuung von Patienten die Hände waschen und desinfizieren.
Gegen das hohe Fieber ist das Einnehmen von einem fiebersenkenden Präparat empfehlenswert, möglichst
  homöopathisch. Falls diese nicht erforderlich sind, dann allopathische Mittel. Gegen Husten, Kopfschmerzen usw.
  sind symptombezogene Medikamente einzunehmen. Gegen Abgeschlagenheit sollten Sie sich eine Hühnerkraftbrühe
  oder eine Rinderkraftbrühe kochen. Bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes, vor allem wenn der Patient
  an chronischen Erkrankungen leidet, unbedingt den Hausarzt aufsuchen. Der Grunddafür ist, dass das Grippevirus
  die Abwehrkräfte extrem schwächt, so dass es zu einer zusätzlichen Super-Infektion kommen kann; diese geht
  einher mit einer Lungenentzündung, Eiterung der Mandeln und Mittelohreiterungen. Es kann zu einem sehr schweren
  Krankheitsverlauf kommen.
 
Therapieempfehlungen bei Erkältungen
 
Mehrere Tage Bettruhe
Den Körper schonen, solange keinen Sport treiben, bis man sich wieder fit fühlt!
Dampfbäder mit Inhalationen von Kamillenblüten und Eukalyptusöl
Brustölwickel mit Lavendel und heißen Kartoffeln
Einnahme von symptombezogenen einzelhomöopathischen Mitteln oder komplexhomöopathischen Mitteln
 • Gurgeln mit Salbei- oder Kamillentee
 • Das Fieber ist bei einer Erkältung ein sinnvoller Abwehrmechanismus des Körpers.
   Dies hat zum Ziel, dass durch die erhöhte Körpertemperatur die Viren abgetötet werden.
   Fiebersenkende Mittel sollten nur in Ausnahmefällen, also wenn die Körpertemperatur
   höher als 38° C ist, eingenommen werden.
 • Zur Senkung der Körpertemperatur eignet sich ein kaltes nasses Handtuch, das um die
   Waden gewickelt wird oder beidseitig auf beide Leisten gelegt wird.
   Zusätzlich ausreichend trinken: Mineralwasser, Kräutertees oder Säfte.
Bei Schüttelfrost ein warmes Erkältungsbad von circa 37° C einnehmen. Dies sollte 15 bis 20 Minuten andauern
  und mit Badezusätzen wie Eukalyptus- oder Thymianessenzen versehen werden. Nach dem Bad sofort in ein
  vorgewärmtes Bett legen und eine Ruhepause von 1½ Stunden machen. Legen Sie noch als Schwitzpackung
  mehrere Decken auf. Die Schweißschübe dienen dazu, den Körper zu entgiften, sollten allerdings nur bei Patienten
  durchgeführt werden, die keine erhöhte Körpertemperatur haben! Vorsicht bei Personen mit Herzkreislaufproblemen!
Temperaturansteigende Fußbäder machen. Während sich die Füße im Wasser befinden, beginnt man mit einer
  Temperatur von 37° C. Durch die stetige Zugabe von heißem Wasser wird die Wassertemperatur auf 42° C bis 45° C
  maximal erhöht. Das Ganze erstreckt sich über einen Zeitraum von 20-30 Minuten.
Die Luft befeuchten und Inhalationen durchführen.

Inhalationen zubereiten nach folgendem Rezept:
Rosmarin 20.0
Wermut 20.0
Anis 20.0
Hopfen 20.0
Lavendel 20.0

3 Esslöffel in 2 Liter aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen. Den Dampf circa 15 Minuten inhalieren.
Bei trockenem Husten sind folgende Nahrungsmittel empfehlenswert:
  Birnenmus mit Honig, Milch mit Honig (vor allem Ziegenmilch), gebackene Bananen mit Honig, Marzipan,
  Mandeln, Pinienkerne, Cashewnüsse, Möhren, Erdnüsse, Trauben.
Bei verschleimten Bronchien pflanzliche schleimlösende Mittel einnehmen.
Einnahme von Multivitaminprodukten mit Oligoelementen (Spurenelemente wie Zink und Selen).
Sehr effektiv ist ferner folgende Therapie: Ganzkörperakupunktur, das Schröpfen, Schröpfkopfmassage
  in Kombination mit isopathischen antiviralen Mitteln und homöopathischen Komplexmitteln.
Bei Symptomverschlechterung den Hausarzt aufsuchen.
 
„Freude ist die beste Arznei.“ (Martin Luther)
 
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