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Traditionelle Chinesische Medizin/TCM und Akupunktur



Die Akupunktur ist eine Säule der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

Die traditionelle chinesische Medizin beinhaltet 5 Säulen

•   Akupunktur  
•   Arzneimitteltherapie  
•   chinesische Diätetik
•   Tuina Massage (chinesische manuelle Therapie)
•   chinesische Bewegungslehre (Qi Gong)
 
Die traditionelle chinesische Medizin ist eine uralte Ganzheitsmedizin, die den Menschen als eine Einheit (Mikrokosmos) betrachtet - als einen Teil des Universums (Makrokosmos). Über Jahrtausende wurde von den Chinesen fleißig geforscht: Was die Ursache für eine Krankheit ist, wie sie entsteht und wie man sie auf die beste Weise heilen kann. Diese Erfahrungen wurden von Generation zu Generation weitergegeben und heute wird diese erfahrenste Medizin weltweit angewendet.
 
Die Akupunktur ist die Hauptsäule der traditionellen chinesischen Medizin, wo man mit Nadelstichen bestimmte biologisch aktive Punkte, sogenannte Akupunkturpunkte, die Energiedysbalance im menschlichen Körper wieder harmonisiert. Das Wort Akupunktur kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Nadel = acus" und "Stechen = pungere". Es wird vermutet, dass die erste und älteste Akupunkturanwendung vor circa 10000 Jahren durchgeführt wurde; da eine aus Stein geformte Nadel als Biannadel bekannt war. Später wurden diese aus Fischgräten, Tierknochen, Muscheln und Bambusholz geformt. Heute wird zur Akupunkturnadelung vorwiegend die Nadel aus chirurgischem Edelstahl entwickelt, seltener aus Gold und Silber. Unsere Haut, Muskulatur und inneren Organe sind durchzogen von dichten energetischen Leitbahnen (den Meridianen), in denen Lebensenergie (Qi) zirkuliert. Das Hauptprinzip der Heilung mit der Akupunktur ist die Wiederherstellung von gestörtem Qi‑Fluß im Körper. Dies basiert auf der uralten Tao‑Philosophie, dargestellt im Zeichen des Tao, sogenannte Yin‑ und Yang‑Theorie: 

Alles was existiert, hat auch seinen Gegensatz. Das bedeutet, Yin und Yang müssen immer im Gleichgewicht zueinander stehen.
 
Sobald einer dieser Energien überragt, entstehen im Kosmos Kataklysmen oder hier im Körper Krankheiten.
Yang ist alles, was sich bewegt, schnell ist, warm, hell, männlich usw.
Yin ist der Gegensatz: unbeweglich, langsam, kalt, weiblich usw.
Für die meisten Erkrankungen in unserem Körper sind Energiestörungen in den inneren Organen verantwortlich. Um dies zu diagnostizieren und therapieren verlangt von dem behandelnden Arzt ein langjähriges Lernen und Erfahrung. In der traditionellen chinesischen Medizin ist die Aussage und Befragung des Patienten der entscheidende Faktor in der Therapie. Entsprechend nehme ich mir deshalb viel Zeit zur gezielten Befragung, um die Diagnostik durch die Zungen‑, Puls‑ sowie Körperdiagnose zu festigen. Schließlich wird eine TCM-Diagnose gestellt, diese sagt aus, welches Organ zu viel oder zu wenig Energie, zu viel Hitze, zu viel Kälte hat, oder vielleicht ist auch der freie Qi‑Fluss gestört.
Danach beginnt die Akupunktur‑Behandlung. Es werden grundsätzlich sterile Einmalnadeln präzise in genaue Akupunkturpunkte eingestochen. Der Einstich in die Haut ist nur mit einem geringen oder keinem Schmerz verbunden. Bei schmerz‑unempfindlichen Patienten wird auch die Nadel stimuliert, mit dem Ziel eine stärkere Energiereizung hervorzurufen. Bei sehr schmerzempfindlichen Patienten oder bei Kindern wird die vorwiegend sanfte Akupunktur durchgeführt. D. h., es wird mit einer ganz besonders feinen Nadel gestochen, vielleicht wird auch ganz auf die Nadel verzichtet und es wird mit Laserlicht (sogenannter Laser‑Akupunktur) oder Dauerakupunktur mit Magnetkugeln oder chinesischen Hirsekörnern gearbeitet. Eine Akupunkturbehandlung dauert in der Regel eine halbe Stunde. Minimum sind 15 Minuten, Maximum eine Stunde. Nach der Behandlung kann der Tagesablauf normal fortgesetzt werden; in den folgenden Stunden sollte der Patient jedoch nicht sehr anstrengende Tätigkeiten wie Sport, Sauna, etc. ausüben.
 
Bei akuten Erkrankungen werden diese Akupunktursitzungen in täglichem Rhythmus, bei chronischen Erkrankungen 1- bis 2‑mal wöchentlich durchgeführt. Die Anzahl der Akupunktursitzungen hängt davon ab, ob die Krankheit akut auftritt, dann werden circa 7 Sitzungen durchgeführt, bei chronischen Situationen bis zu 15‑mal oder sogar mehr Sitzungen. Mit der Akupunktur können zahlreiche (circa 100) Erkrankungen behandelt werden.
Die Akupunkturtherapie kann auch mit anderen naturheilkundlichen Methoden, wie mit Homöopathie, Krankengymnastik, schulmedizinischer Therapie etc. kombiniert werden. Die Akupunktur wird immer mit sterilen Einmalnadeln durchgeführt, die nach der Benützung ordnungsgemäß sofort entsorgt werden, so dass eine Übertragung von ansteckenden Krankheiten wie Aids etc. absolut ausgeschlossen ist. Ein erfahrener Arzt kann auch schwangere Frauen behandeln, ohne jegliche Gefahr für die Mutter oder das Kind, sondern zum Wohl für das heranwachsende Baby. In Händen von erfahrenen Akupunkteuren gibt es in der Akupunkturbehandlung praktisch keine Nebenwirkungen. Selten können sich blaue Flecken (Hämatome) bilden, die keinen Grund zur Besorgnis geben. Diese verschwinden innerhalb einer Woche.
 
Ihre verordneten Medikamente dürfen nur mit der Absprache ihres Hausarztes abgesetzt werden. Die Akupunktur ist eine häufig angewendete Therapiemethode, ein Teil der ganzheitlichen Medizin. Die Wirkung ist kein Placeboeffekt, da diese auch bei Kindern, Tieren, Fischen, sogar bei Pflanzen angewendet wird. Heute ist ein Großteil der Akupunkturwirkung wissenschaftlich nachgewiesen.
 
"Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen!" (Georg Christoph)

Link zur Liste der Krankheiten, die mit Akupunktur behandelt werden können
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